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Ranavirus im Grenzgebiet

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Fische, Amphibien und Reptilien sind betroffen / Kreis bittet Wanderer um Rücksicht

Kreis Viersen / Kreis Heinsberg

Im Naturschutzgebiet "De Driekstruik" zwischen der niederländischen Stadt Roermond und dem Ort Herkenbosch in Nachbarschaft zum Nationalpark "De Meinweg" wurde das so genannte Ranavirus nachgewiesen. Dieses sich schnell ausbreitende Virus befällt Fische, Amphibien und möglicherweise auch Reptilien und kann Massensterben dieser Tiere verursachen. Um eine weitere Verbreitung des Virus zu vermeiden, hat das Staatsbosbeheer District Limburg beschlossen, den gefährdeten Bereich komplett für Besucher zu sperren, voraussichtlich für einige Monate.

In der weiteren Umgebung der Sperrzone gelten die Hinweise: Vermeiden Sie Kontakt zu Tümpeln, Teichen und Bächen und halten Sie Abstand zu Gewässern, da das Virus über kontaminiertes Wasser oder feuchten Boden - etwa über Schuhwerk - transportiert werden kann. Lassen Sie auch keine Hunde in den Gewässern spielen oder baden. Ebenso wird geraten, Amphibien und Reptilien nicht zu berühren, da diese Tiere Träger des Virus sein können. Dadurch wird die Übertragung des Ranavirus von einem Gewässer zum anderen vermieden.

Die Kreise Heinsberg und Viersen bitten daher Wander- und Naturfreunde, vor allem bei Wanderungen und Exkursionen im Grenzgebiet der Gemeinde Niederkrüchten, Stadt Wegberg und Stadt Wassenberg auf einen Grenzübertritt zu verzichten, die Wegesperrung auf niederländischem Gebiet zu beachten und die bereits erwähnten Vorsichtsmaßnahmen auch auf deutschem Gebiet walten zu lassen.

Die Unteren Landschaftsbehörden teilen die Besorgnis des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, und hoffen durch diese Maßnahme die Amphibien-, Reptilien- und Fischbestände im Grenzgebiet auf diese Weise zu schützen. Für Menschen, Haustiere und Wild ist das Ranavirus ungefährlich, es kann aber durch ihren Kontakt zu kontaminiertem Material bzw. infizierten Lebewesen verbreitet werden.

Laut Informationen des staatsbosbeheers sind die Premiumwanderwege nicht betroffen und somit alle bewanderbar.
An Gewässern ist dennoch Vorsicht geboten.

www.kreis-viersen.de

Gemeinsame Pressemeldung der Kreise Viersen und Heinsberg